🌿 Endometriose im Fokus: Eine inspirierende Konferenz für Frauen und Gesundheit
Am 14. Oktober hatte ich das Privileg, an der jährlichen Konferenz der Fondation pour la Recherche sur l’Endométriose (FRE), einer Forschungsstiftung für Endometriose, teilzunehmen, die nun zum vierten Mal stattfand und öffentlich zugänglich war.
Ein bewegender Moment, sowohl wissenschaftlich fundiert als auch zutiefst menschlich.
Besonders bemerkenswert war, wie wenig die Krankheit trotz zunehmender Bekanntheit in der Öffentlichkeit verstanden wird, oft unterdiagnostiziert bleibt und von Betroffenen häufig schwer erlebt wird.
Die Berichte waren eindrucksvoll: chronische Schmerzen, Müdigkeit, Verdauungsprobleme, Gewichtsschwankungen, Migräne, hormonelle Störungen, Auswirkungen auf das intime und soziale Leben …
All diese Symptome werden manchmal verharmlost oder medizinisch unterschiedlich interpretiert.
⏳ Der medizinische Marathon: Sechs Jahre auf der Suche nach Diagnose und Klarheit
Heutzutage noch immer dauert die Diagnose der Endometriose im Durchschnitt sechs Jahre.
Sechs Jahre, in denen Frauen ärztlichen Rat einholen, Antworten suchen und oft auf Unglauben stoßen.
Zu oft werden ihre Schmerzen verharmlost oder psychologisiert: „zu sensibel“, „gestresst“, „müde“ oder sogar „hysterisch“ – ein Begriff, der viel über die Rolle weiblicher Stimmen in der Medizin aussagt.
Während dieser Zeit stellen sich viele Frauen Fragen wie:
- „Ist es normal, solche Schmerzen zu haben?“
- „Ist es normal, so müde, verstopft, aufgebläht oder reizbar zu sein?“
- „Warum scheint mein Körper gegen mich zu arbeiten?“
Hinzu kommt die psychologische Belastung: Entmutigung, Vertrauensverlust, Isolation und sogar Depression.
Die Frage „Wen soll ich konsultieren?“ wird zu einem Labyrinth: Gynäkologin, Gastroenterologin, Ernährungsberaterin, Psychologin …
Ein fragmentierter Behandlungsweg, der oft kostspielig ist, in dem der Körper schließlich verstummt, um gehört zu werden.
🤲 Shiatsu bei Endometriose: Den Dialog zwischen Körper und Geist wiederherstellen
Shiatsu ist eine japanische manuelle Technik, die auf sanftem, rhythmischem Druck entlang der Energie-Meridiane basiert.
Die Wirkung beschränkt sich nicht auf Muskelentspannung, sondern wirkt tief auf das Nervensystem und das Körpergedächtnis von Schmerzen.
Schmerz sendet Signale über Neurotransmitter an das Gehirn. Werden diese Signale ignoriert, bleibt die Prägung im Gewebe – das sogenannte Zellgedächtnis. Wenn der Schmerz zurückkehrt, reagiert das Nervensystem übermäßig und verstärkt die Schmerzwahrnehmung.
Shiatsu hilft, diesen Kreislauf zu harmonisieren:
Durch langsame Berührung, gezielte Atmung und schrittweises Loslassen der Gewebe beruhigt Shiatsu das Nervensystem, liefert dem Gehirn Sicherheitsinformationen zurück und senkt die Alarmbereitschaft des Körpers gegenüber Schmerzen.
Shiatsu wirkt sowohl auf Kreislauf als auch neurovegetativer und energetischer Ebene und unterstützt:
- die Harmonisierung des autonomen Nervensystems (Balance zwischen Sympathikus und Parasympathikus)
- eine bessere Sauerstoffversorgung und Durchblutung von Becken und Myometrium
- die Unterstützung des Darm- und Vaginalmikrobioms, oft durch chronischen Stress und Entzündungen gestört
Darüber hinaus hilft Shiatsu, die Kommunikation zwischen den Körperbereichen, die Schmerzen ausdrücken, und der Frau, die sie erlebt, wiederherzustellen.
Viele berichten im Verlauf der Sitzungen von einem Gefühl der Versöhnung mit ihrem Körper, lange als Gegner wahrgenommen.
In diesem Raum von Stille und Aufmerksamkeit beginnt der innere Dialog wieder zu fließen.
💠 Shiatsu: Ergänzende und wertvolle Begleitung für Frauen mit Endometriose
Genau hier findet Shiatsu seine ganze Bedeutung und Legitimität:
Neben gynäkologischer, gastroenterologischer oder psychologischer Betreuung bietet diese ergänzende Unterstützung sowohl einen ganzheitlichen Ansatz als auch tief menschliche Begleitung und hilft dabei, Verbindungen wiederherzustellen, die durch Schmerz unterbrochen wurden.
Shiatsu ersetzt keine medizinische Behandlung, sondern unterstützt den Körper dabei, sein Gleichgewicht wiederzufinden, bietet respektvolle Berührung und stärkt das Vertrauen in die eigene Körperwahrnehmung.
💬 In der Praxis: Shiatsu bei Endometriose – Ablauf, Häufigkeit und Vorteile
Ablauf einer Sitzung:
Eine Shiatsu-Sitzung wird in der Regel bekleidet auf einem Futon durchgeführt (es sei denn, Öl oder Moxa werden eingesetzt). Ein sanfter, gleichmäßiger Druck wird auf die Energie-Meridiane ausgeübt, um Entspannung und Energiefluss zu fördern.
Empfohlene Häufigkeit:
Bei Endometriose empfiehlt es sich, zunächst alle 1–2 Wochen eine Sitzung durchzuführen, um den Körper anfänglich bei der Regulierung zu unterstützen.
Anschließend kann der Rhythmus auf alle 3–4 Wochen angepasst werden – je nach individuellen Bedürfnissen.
Beobachtbare Vorteile:
Frauen berichten häufig von verminderten Beckenverspannungen, besserem Schlaf und einer entspannten Wiederverbindung zu ihrem Körper.